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Kaffeesorten – die wichtigsten Kaffeearten einfach erklärt

Geschätze Lesezeit: 8 Minuten

Kaffee ist viel mehr als nur ein Wachmacher am Morgen. Er kann fruchtig schmecken, schokoladig, nussig, würzig, kräftig, mild oder angenehm erdig. Vielleicht hast Du Dich auch schon einmal gefragt, warum manche Kaffees so weich und aromatisch sind, während andere besonders intensiv, bitterer oder koffeinstärker wirken. Die Antwort liegt nicht nur in der Röstung – sondern auch in den verschiedenen Kaffeesorten und Kaffeearten.

In diesem Artikel bekommst Du eine einfache, verständliche Übersicht über die wichtigsten Kaffeesorten.

Du erfährst:

  • Worin der Unterschied zwischen Kaffeearten und Kaffeesorten liegt.

  • Was Arabica und Robusta voneinander unterscheidet.

  • Was Liberica, Excelsa und Kopi Luwak auszeichnet.

  • Was es mit Single Origin und Blend Kaffee auf sich hat.

  • Warum Herkunft, Anbau und Verarbeitung so wichtig sind.

  • Welche Kaffeesorte zu Deinem Geschmack passen könnte.

  • Weshalb Qualität oft wichtiger ist als die Sorte selbst.

Egal, ob Du gerade erst in die Welt des Kaffees eintauchst oder bereits regelmäßig neue Bohnen ausprobierst – dieser Überblick hilft Dir dabei, Kaffeesorten besser zu verstehen und bewusster zu genießen.

Kaffeearten und Kaffeesorten – worin liegt der Unterschied?

Im Alltag verwenden viele Menschen die Begriffe Kaffeearten, Kaffeesorten und Kaffeebohnensorten fast gleich. Wenn jemand fragt: „Welche Kaffeesorten gibt es?“, meint er meistens: Welche Arten von Kaffeebohnen gibt es – und wie unterscheiden sie sich im Geschmack?

Ganz streng genommen gibt es aber einen kleinen Unterschied.

Kaffeearten

Mit Kaffeearten sind botanische Arten der Kaffeepflanze gemeint. Die zwei bekanntesten Kaffeearten sind:

  • Coffea Arabica, meist einfach Arabica genannt

  • Coffea Canephora, besser bekannt als Robusta

Diese beiden Kaffeearten machen den größten Teil des weltweiten Kaffeemarkts aus. Daneben gibt es seltenere Arten wie Liberica.

Excelsa wird heute botanisch meist als „Coffea liberica var. dewevrei“ klassifiziert und gilt daher nicht mehr als eigenständige Kaffeeart.

Obwohl weltweit mehr als 120 Coffea-Arten bekannt sind, spielen im internationalen Handel vor allem Arabica und Robusta eine Rolle.

Sie unterscheiden sich unter anderem in Aussehen, Anbauhöhe, Widerstandsfähigkeit, Koffeingehalt und natürlich im Geschmack.

Kaffeesorten

Der Begriff Kaffeesorten wird häufig etwas breiter verwendet. Damit können zum Beispiel bestimmte Varietäten innerhalb einer Kaffeeart gemeint sein, etwa verschiedene Arabica-Varietäten. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint „Kaffeesorte“ aber oft auch einfach die Art des Kaffees, die Herkunft, die Röstung oder sogar eine konkrete Mischung.

Ein Beispiel:

Arabica ist eine Kaffeeart. Innerhalb von Arabica gibt es viele Sorten und Varietäten, die je nach Herkunft, Klima und Verarbeitung unterschiedlich schmecken können.

Für Dich als Kaffeetrinker ist vor allem wichtig: Die Kaffeeart gibt eine Grundrichtung vor – aber der finale Geschmack hängt von vielen weiteren Faktoren ab.

Die wichtigsten Kaffeearten und ihre Kaffeesorten im Überblick

Damit Du Dich leichter orientieren kannst, schauen wir uns jetzt die wichtigsten Kaffeearten genauer an. Jede davon bringt ihren eigenen Charakter mit – von mild und fruchtig bis kräftig, wild und außergewöhnlich.

Arabica Kaffee

Arabica Kaffee ist die bekannteste und beliebteste Kaffeeart der Welt. Arabica macht je nach Erntejahr rund 55–60 % der weltweiten Kaffeeproduktion aus, Robusta etwa 40–45 %. Viele Kaffeeliebhaber schätzen Arabica wegen seines feinen, ausgewogenen Geschmacks.

Typisch für Arabica sind:

  • milde, harmonische Aromen

  • feine Säure

  • oft fruchtige, florale oder schokoladige Noten

  • weniger Koffein als Robusta

  • eher weicher Körper

Arabica wächst besonders gut in höheren Lagen. Dort reifen die Kaffeekirschen langsamer, wodurch sich komplexere Aromen entwickeln können. Arabica gilt häufig als hochwertiger, weil er komplexere Aromaprofile entwickeln kann. Hochwertiger Kaffee ist jedoch nicht automatisch an eine bestimmte Kaffeeart gebunden.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder Arabica besser ist als jeder Robusta. Auch bei Arabica kommt es stark auf Herkunft, Anbau, Ernte, Verarbeitung, Röstung und Frische an.

Wenn Du milden, aromatischen Kaffee magst, ist Arabica oft eine sehr gute Wahl. Besonders spannend sind Kaffees aus afrikanischen Herkunftsländern wie Äthiopien, Tansania und Kenia. Sie können besonders lebendig, fruchtig und elegant wirken.

Mehr dazu findest Du in unserem ausführlichen Artikel: Arabica Kaffee

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Robusta Kaffee

Robusta Kaffee ist die zweite große Kaffeeart neben Arabica. Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Pflanze robuster. Sie ist widerstandsfähiger, wächst auch in niedrigeren Höhenlagen und kommt besser mit Hitze und bestimmten Krankheiten zurecht.

Geschmacklich ist Robusta meist kräftiger als Arabica. Typisch sind:

  • intensiver, vollerer Körper

  • entwickelt bei vielen Röstungen stärkere bittere und erdige Geschmacksnoten

  • erdige, nussige oder würzige Noten

  • höherer Koffeingehalt

  • stabile Crema bei Espresso

Robusta wird oft in Espresso-Blends verwendet, weil er für Kraft, Körper und eine schöne Crema sorgt.

Früher hatte Robusta oft einen eher schlechten Ruf. Das lag vor allem daran, dass viel günstiger Massenkaffee aus Robusta produziert wurde. Heute gibt es aber auch hochwertige Robusta-Kaffees, die richtig spannend schmecken können.

Mehr dazu findest Du in unserem ausführlichen Beitrag: Robusta Kaffee

Wenn Du kräftige, intensive Kaffees magst, dann probiere gerne unseren AFRO COFFEE Strong & Earthy.

Excelsa Kaffee

Excelsa Kaffee ist eine seltene und außergewöhnliche Kaffeespezialität, die heute meist als Variante beziehungsweise Untergruppe von Liberica eingeordnet wird. Sie macht nur einen sehr kleinen Anteil der weltweiten Kaffeeproduktion aus – ist aber geschmacklich besonders spannend.

Excelsa ist bekannt für ein komplexes Aromaprofil. Der Geschmack kann fruchtig, leicht säuerlich, würzig und manchmal fast geheimnisvoll wirken. Gerade in Blends wird Excelsa gerne eingesetzt, um Tiefe und eine besondere aromatische Note zu erzeugen.

Typische Eigenschaften von Excelsa:

  • selten und außergewöhnlich

  • fruchtig, würzig und komplex

  • lebendige Säure

  • oft als besondere Komponente in Mischungen

  • spannend für neugierige Kaffeetrinker

Excelsa ist nicht unbedingt der klassische Alltagskaffee. Er eignet sich eher für Dich, wenn Du gerne neue Geschmackswelten entdeckst und Kaffee als Genussreise verstehst.

Mehr dazu findest Du hier: Excelsa Kaffee – Eine seltene Kaffeesorte mit überraschendem Charakter

Liberica Kaffee

Liberica-Kaffee zählt zu den seltenen Kaffeearten und ist vor allem für seine großen, unverwechselbar geformten Bohnen sowie seinen eigenständigen Geschmack bekannt. Im Vergleich zu Arabica und Robusta spielt Liberica am Weltmarkt nur eine kleine Rolle, wird aber in bestimmten Regionen sehr geschätzt.

Geschmacklich ist Liberica außergewöhnlich. Er wird oft beschrieben als:

  • intensiv

  • holzig

  • rauchig

  • würzig

  • manchmal floral oder fruchtig

  • etwas wilder als klassische Kaffees

Liberica ist ein Kaffee für Entdecker. Wenn Du mehr über diese besondere Kaffeeart wissen möchtest, findest Du hier den passenden Beitrag: Liberica Kaffee – Eine ausergewöhnliche Kaffeesorte.

Kopi Luwak

Kopi Luwak ist einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten Kaffees der Welt. Oft wird er als einer der teuersten Kaffees bezeichnet. Das Besondere liegt in seiner Gewinnung: Die Kaffeekirschen werden von einer Schleichkatzenart, dem sogenannten Luwak, gefressen. Die Bohnen werden später ausgeschieden, gereinigt, getrocknet und geröstet.

Durch diesen Prozess sollen sich bestimmte Geschmacksveränderungen ergeben. Kopi Luwak wird häufig als besonders weich, mild und wenig bitter beschrieben.

Wichtig ist hier aber: Kopi Luwak ist ethisch umstritten. Es gibt Anbieter, bei denen Tiere unter schlechten Bedingungen gehalten werden. Wenn Du Dich für diesen Kaffee interessierst, solltest Du sehr genau auf Herkunft, Transparenz und artgerechte Bedingungen achten.

Kopi Luwak ist also weniger eine eigene botanische Kaffeeart, sondern eine spezielle Verarbeitungs- und Gewinnungsform.

Mehr dazu findest Du auch in unserem Beitrag: Kopi Luwak

Arabica vs Robusta – die größten Unterschiede

Die Frage „Was ist der Unterschied zwischen Arabica und Robusta?“ gehört zu den häufigsten Fragen rund um Kaffeesorten. Kein Wunder: Diese beiden Kaffeearten prägen den weltweiten Kaffeemarkt.

Hier ein einfacher Überblick:

Grafiktabelle Arabica vs. Robusta.

Arabica ist nicht automatisch „besser“ und Robusta nicht automatisch „schlechter“. Es kommt darauf an, was Du magst und wie der Kaffee angebaut, verarbeitet und geröstet wurde.

Welche Bohne besser ist, hängt also stark von vielen Faktoren ab. Wenn Du feine Aromen und elegante Säure liebst, greifst Du wahrscheinlich eher zu Arabica. Wenn Du kräftigen Espresso, viel Körper und eine stabile Crema bevorzugst, kann Robusta die bessere Wahl für Dich sein.

Wenn Du tiefer einsteigen möchtest, findest Du hier mehr dazu: Arabica vs Robusta

Single Origin vs Blend Kaffee

Neben der Kaffeeart begegnen Dir beim Kaffeekauf oft zwei weitere Begriffe: Single Origin und Blend. Beide sagen etwas darüber aus, woher der Kaffee kommt und wie er zusammengestellt wurde.

Was ist Single Origin Kaffee?

Single Origin Kaffee stammt aus einer klar definierten Herkunft. Das kann ein bestimmtes Land, eine Region, eine Kooperative oder sogar eine einzelne Farm sein.

Der große Vorteil: Du erhältst ein besonders klares und unverfälschtes Geschmacksprofil. Der Kaffee bringt die typischen Eigenschaften seiner Herkunft zum Ausdruck. Ein äthiopischer Single Origin kann zum Beispiel floral und fruchtig schmecken, während ein Kaffee aus Brasilien oft eher nussige, schokoladige und runde Noten zeigt.

Single Origin Kaffee ist ideal, wenn Du geschmackliche Unterschiede bewusst entdecken und Kaffee in seiner Vielfalt erleben möchtest.

Was ist Blend Kaffee?

Ein Blend ist eine Mischung aus verschiedenen Kaffees. Dabei können Kaffees aus unterschiedlichen Herkunftsländern, Regionen, Varietäten oder auch Kaffeearten kombiniert werden – zum Beispiel Arabica und Robusta.

Ziel eines Blends ist ein harmonisches und gleichbleibendes Geschmacksprofil. Gute Blends werden bewusst komponiert: Ein Kaffee sorgt für Süße, ein anderer für Körper, ein weiterer bringt eine feine Säure oder eine besonders schöne Crema mit.

Blends sind besonders beliebt für Espresso, da sie ausgewogen, stabil und vielseitig einsetzbar sind. Wenn Du Deinen Kaffee gerne täglich trinkst und ein verlässliches Geschmackserlebnis suchst, kann ein Blend genau die richtige Wahl sein.

Wenn Dich das Thema Single Origin und Blend interessiert, findest Du hier weitere Informationen: Single Origin & Blend Kaffee.

Möchtest Du beide Welten direkt vergleichen, wirst Du in unserer Auswahl an Kaffeebohnen fündig: charakterstarke Single Origins wie unser Dark & Elegant sowie vielseitige Blends wie Mild & Aromatic und Strong & Earthy. So kannst Du ganz einfach Deinen persönlichen Favoriten entdecken.

Welche Rolle spielen Herkunft und Anbau des Kaffees?

Die Kaffeesorte ist wichtig – aber sie ist nur ein Teil der Geschichte. Mindestens genauso entscheidend ist, wo und wie der Kaffee angebaut wird.

Kaffee ist ein Naturprodukt. Jede Bohne trägt ein Stück ihrer Herkunft in sich. Klima, Boden, Höhenlage, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und Verarbeitung beeinflussen den Geschmack stark.

Klima

Kaffeepflanzen brauchen bestimmte klimatische Bedingungen. Zu viel Hitze, zu wenig Wasser oder starke Temperaturschwankungen können die Qualität beeinflussen. In idealen Klimazonen reifen die Kaffeekirschen gleichmäßiger und entwickeln mehr Aroma.

Höhenlage

Viele hochwertige Arabica-Kaffees wachsen in höheren Lagen. Dort reifen die Kirschen langsamer. Das gibt ihnen mehr Zeit, feine Aromen auszubilden. Häufig entstehen dadurch lebendigere, komplexere Kaffees mit angenehmer Säure.

Robusta wächst dagegen oft in niedrigeren Lagen und ist weniger empfindlich.

Boden

Auch der Boden spielt eine große Rolle. Vulkanische Böden, mineralreiche Erde und gute Drainage können dazu beitragen, dass Kaffee besonders ausdrucksstark schmeckt.

Verarbeitung

Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen verarbeitet. Besonders bekannt sind:

  • gewaschene Aufbereitung (washed): klar, elegant, oft fruchtig und sauber im Geschmack

  • trockene Aufbereitung (natural): süßer, fruchtiger, intensiver

  • honey process: balanciert zwischen Süße, Frucht und Klarheit

Erntemethode

Bei hochwertigem Kaffee werden reife Kaffeekirschen oft von Hand gepflückt. Das ist aufwendiger, kann aber die Qualität deutlich verbessern. Denn nur vollständig reife Kirschen liefern ausgewogene, süße und aromatische Bohnen. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie die Ernte den Geschmack und die Qualität von Kaffee beeinflusst, findest Du weitere spannende Informationen in unserem Blog: Erntemethoden

Hände pflücken reife rote Kaffeekirschen von einem Zweig.

Afrika als Kaffeeherkunft

Afrika spielt in der Kaffeewelt eine besondere Rolle – schließlich gilt Äthiopien als Ursprungsland des Kaffees. Viele afrikanische Kaffees sind bekannt für ihre lebendige Aromatik, feine Fruchtigkeit und besondere Tiefe.

Äthiopische Kaffees können floral, zitrisch und teeähnlich wirken, während tansanische Kaffees oft eine schöne Balance aus Frucht, Würze und Körper zeigen. Genau diese Vielfalt macht Kaffee aus Afrika so spannend.

Bei Specialty Coffee nimmt diese Herkunft eine besonders wichtige Rolle ein. Hier stehen nicht nur der Kaffee selbst, sondern auch seine Herkunft, Verarbeitung und Qualität im Mittelpunkt.

Wenn Du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, findest Du in unserem Artikel „Kaffee aus Afrika – Ursprung, Vielfalt und Nachhaltigkeit“ weitere spannende Informationen. Mehr über die Wiege des Kaffees erfährst Du außerdem in „Kaffee aus Äthiopien – Das Ursprungsland des Kaffees“. Und wenn Dich kräftige, charaktervolle Kaffees interessieren, lohnt sich ein Blick in unseren Beitrag „Kaffee aus Tansania – Kräftiger Genuss vom Kilimandscharo“.

Welche Kaffeesorte passt zu welchem Geschmack?

Die beste Kaffeesorte ist die, die zu Deinem Geschmack passt. Magst Du Kaffee eher mild oder kräftig? Fruchtig oder schokoladig? Elegant oder intensiv?

Als einfache Orientierung gilt: Arabica ist meist die richtige Wahl, wenn Du feinen, milden und aromatischen Kaffee bevorzugst. Er wirkt oft weicher, komplexer und kann je nach Röstung fruchtige, blumige oder süße Noten mitbringen. Besonders helle bis mittlere Röstungen zeigen diese Aromen sehr schön.

Wenn Du Deinen Kaffee lieber kräftig, intensiv und vollmundig magst, kann Robusta oder ein Blend mit Robusta-Anteil besser zu Dir passen. Diese Kaffees bringen mehr Körper, eine kräftigere Aromatik und in der Regel auch mehr Koffein mit.

Möchtest Du besondere Aromen entdecken, können seltenere Kaffeearten wie Excelsa oder Liberica spannend sein. Sie schmecken weniger klassisch und bringen oft einen ganz eigenen Charakter mit. Excelsa kann fruchtig, lebendig und leicht ungewöhnlich wirken, während Liberica eher intensiv, würzig und markant beschrieben wird.

Kopi Luwak wird oft als weich und mild beschrieben, ist jedoch aufgrund der teils problematischen Gewinnung kritisch zu betrachten. Wichtig sind daher eine transparente, ethisch vertretbare Herkunft — alternativ bieten sich auch andere milde Kaffees mit rundem Geschmacksprofil an.

Warum Qualität wichtiger ist als die Kaffeesorte alleine

Ein hochwertiger Robusta kann besser schmecken als ein schlecht angebauter oder zu dunkel gerösteter Arabica. Und ein sorgfältig komponierter Blend kann komplexer und ausgewogener sein als ein durchschnittlicher Single Origin.

Die Kaffeesorte gibt nur die Richtung vor. Entscheidend für guten Kaffee sind mehrere Faktoren.

Herkunft

Wo der Kaffee wächst, beeinflusst seinen Charakter. Ein Arabica aus Äthiopien schmeckt anders als ein Arabica aus Brasilien oder Kolumbien. Herkunft ist also viel mehr als nur ein Name auf der Verpackung.

Verarbeitung

Die Art, wie die Kaffeekirschen nach der Ernte verarbeitet werden, verändert den Geschmack stark. Gewaschene Kaffees sind oft klar und elegant. Natural Kaffees schmecken häufig süßer und fruchtiger.

Röstung

Die Röstung entscheidet, wie sich die Aromen entfalten. Eine helle Röstung betont oft Fruchtigkeit und Säure. Eine dunklere Röstung bringt mehr Röstaromen, Körper und Bitterkeit.

Für Espresso werden Bohnen häufig etwas dunkler geröstet. Für Filterkaffee sind hellere oder mittlere Röstungen beliebt.

Frische

Frisch gerösteter Kaffee schmeckt meist aromatischer als Kaffee, der lange im Regal stand. Achte deshalb auf das Röstdatum und bewahre Deinen Kaffee richtig auf: luftdicht, trocken, kühl und dunkel.

Mahlgrad und Zubereitung

Selbst die beste Bohne kann flach schmecken, wenn der Mahlgrad nicht passt. Auch Wasserqualität, Dosierung und Brühzeit spielen eine Rolle.

Kurz gesagt: Gute Bohnen sind die Basis – aber Zubereitung macht den Unterschied.

Kaffeesorten Übersicht: die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Damit Du schnell vergleichen kannst, findest Du hier noch einmal eine kompakte Übersicht der wichtigsten Kaffeearten:

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Kopi Luwak hingegen ist keine eigene Kaffeeart, sondern eine besondere Form der Verarbeitung von Kaffeebohnen.

Fazit – welche Kaffeesorte ist die beste?

Die eine beste Kaffeesorte gibt es nicht. Kaffee ist Geschmackssache – und genau das macht ihn so schön.

  • Arabica ist ideal, wenn Du feine, milde und aromatische Kaffees magst.

  • Robusta passt zu Dir, wenn Du es kräftig, intensiv und koffeinstark liebst.

  • Excelsa und Liberica sind spannend, wenn Du gerne neue Aromen entdeckst.

  • Kopi Luwak ist zwar besonders bekannt, sollte aber kritisch betrachtet werden.

Noch wichtiger als die Kaffeesorte alleine sind Herkunft, Anbau, Verarbeitung, Röstung und Frische. Wenn all das zusammenpasst, entsteht Kaffee mit Charakter – Kaffee, der nicht nur wach macht, sondern richtig gut schmeckt.

Und wenn Du noch nicht sicher bist, welcher Kaffee am besten zu Dir passt, ist Probieren oft der beste Weg. Mit verschiedenen Kaffees im direkten Vergleich findest Du schnell heraus, ob Du eher milde, fruchtige, kräftige oder schokoladige Profile bevorzugst. Dafür eignet sich zum Beispiel unser Probierset 250g Kaffeebohnen. Wenn Du eine Kapselmaschine hast, kannst Du auch unser Kapsel-Probierset inklusive Decaf ausprobieren.

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