Kaffee aus Afrika – Ursprung, Vielfalt und Nachhaltigkeit
Kaffee ist nicht einfach nur ein Getränk – er ist pure Lebensfreude. Für viele bedeutet eine Tasse Kaffee Ruhe, Genuss und bewusstes Innehalten. Aber hast Du Dich schon mal gefragt, woher die Bohnen kommen, die Deinen täglichen Kaffee so besonders machen? Die Antwort führt uns zurück zu den Wurzeln: nach Afrika.
Afrika ist nicht nur die historische Heimat des Kaffees, sondern bis heute eine der spannendsten Regionen für echte Kaffeeliebhaber. In den hohen Bergwäldern, auf fruchtbaren Vulkanböden und unter tropischer Sonne wachsen Pflanzen, die Geschichten erzählen – manche wild und ursprünglich, andere seit Generationen kultiviert. Kaffee aus Afrika steht für Vielfalt, unverwechselbare Aromen und eine tiefe Verbindung zwischen Natur, Kultur und Gemeinschaft.
In diesem Artikel nehmen wir Dich mit auf eine Reise durch Geschichte und Herkunft, Anbau und Aufbereitung, Geschmack und Genuss. Wir tauchen ein in Kultur, Tradition und aktuelle Entwicklungen – immer mit dem Blick auf Nachhaltigkeit und Fairness. Egal, ob Du gerade erst in die Welt des Kaffees eintauchst oder schon ein echter Genießer bist: Dieser Guide gibt Dir fundiertes Wissen und inspiriert Dich, Kaffee aus Afrika mit neuen Augen zu entdecken.
Ursprung und Geschichte des Kaffees aus Afrika
Entdeckung des Kaffees & Ursprünge in Äthiopien
Die Geschichte des Kaffees aus Afrika beginnt – so erzählt eine berühmte Legende – mit einem Hirten namens Kaldi im Südwesten Äthiopiens. Als er bemerkte, dass seine Ziegen nach dem Naschen roter Kaffeekirschen voller Energie herumtanzten, wurde er neugierig. Kaldi probierte die Früchte selbst und spürte ihre belebende Wirkung. Ein magischer Moment, der den Grundstein für die weltweite Kaffeekultur legte. Mehr über diese faszinierende Entdeckung und die Ursprünge des Kaffees erfährst Du in unserem ausführlichen Wissensartikel zur Entdeckung des Kaffees.
Wissenschaftlich betrachtet stammt die Pflanze Coffea – genauer gesagt die Art Coffea arabica – aus dem äthiopischen Hochland. Wildvorkommen finden sich vor allem in der historischen Region Kaffa. Viele der Bohnen, die heute in Cafés und Haushalten geröstet werden, tragen genetische Spuren, die direkt auf diese ursprünglichen Wälder zurückgehen.
Schon lange bevor Kaffee global gehandelt wurde, nutzten Menschen in Äthiopien die Kirschen und Bohnen – roh oder geröstet – und entwickelten eine eigene kulturelle Beziehung zur Pflanze. Damit beginnt eine Tradition, die bis heute lebendig ist.
Wenn Du tiefer in die Geschichte, die äthiopische Kaffeezeremonie und die kulturelle Bedeutung eintauchen möchtest, empfehlen wir Dir unseren ausführlichen Artikel „Kaffee aus Äthiopien – das Ursprungsland des Kaffees“.
Geschichte des Kaffeeanbaus
Mit der Zeit trat Kaffee aus Afrika seine Reise aus den Bergwäldern Äthiopiens über Handelsrouten in die arabische Welt an – vor allem in den Jemen. Dort wurde er kultiviert, geröstet, gemahlen und als Getränk genossen. Die ersten Kaffeehäuser – die legendären „Qahveh Khaneh“ – entstanden und wurden zu Orten des Austauschs und der Inspiration.
Im 15. und 16. Jahrhundert begann der Siegeszug des Kaffees nach Europa. Aus dem einfachen Bohnengetränk entwickelte sich eine globale Kultur. Kaffeehäuser wurden Treffpunkte für Handel, Politik, Kunst und Gesellschaft.
Afrika blieb dabei nicht außen vor: Mit Kolonialisierung und Globalisierung breitete sich der Kaffeeanbau auf weitere Regionen des Kontinents aus. Bis heute behauptet sich Kaffee aus Afrika als feste Größe in der weltweiten Kaffeeindustrie. Selbst tausende Kilometer von den ursprünglichen Wäldern entfernt wird afrikanischer Kaffee mit Leidenschaft und Respekt produziert.
Wer die globale Entwicklung des Kaffees – von den ersten Handelsrouten bis zur heutigen Spezialitätenkultur – genauer verstehen möchte, findet in unserem Hintergrundartikel zur Geschichte des Kaffeeanbaues auf unserem Afro Coffee Blog spannende Einblicke.
Ausbreitung nach Europa & globale Bedeutung
Während Kaffee in Europa lange ein Luxusgut war, wuchs seine Beliebtheit stetig. Kaffeehäuser wurden zu Orten des Austauschs und der Kultur, Kaffee zum festen Bestandteil des sozialen Lebens – und mit ihm stieg die Nachfrage nach Bohnen aus aller Welt.
Heute ist Kaffee aus Afrika unverzichtbar für die globale Kaffeeindustrie. Viele der begehrtesten Specialty Coffees stammen aus Ost- und Zentralafrika. Bohnen aus Ländern wie Äthiopien, Tansania, Kenia, Ruanda oder Uganda gelten als Maßstab für Qualität, Vielfalt und authentischen Geschmack.
In Europa zählen Sorten wie Äthiopiens „Yirgacheffe“ und „Sidamo“, Kenias „AA“ sowie Ruandas Bourbon-Varietäten zu den beliebtesten – geschätzt für ihre fruchtigen, komplexen Aromen und ihre hohe Qualität.
Afrika ist damit nicht nur der Ursprung des Kaffees – es ist bis heute Herz und Seele einer lebendigen Kaffee-Community, die für Qualität, Nachhaltigkeit und kulturelle Tiefe steht.
Kaffeeanbaugebiete in Afrika
Afrika ist ein Kontinent voller Vielfalt – klimatisch, topografisch, kulturell. Kein Wunder, dass auch seine Kaffeeanbaugebiete so unterschiedlich sind. Jede Region bringt Bohnen hervor, die ihren ganz eigenen Charakter haben.
Äthiopien – Die Wiege des Kaffees
Äthiopien steht bis heute für Herkunft, Tradition und unverwechselbare Bohnen. Regionen wie Sidamo, Yirgacheffe, Harrar oder das ursprüngliche Kaffa-Gebiet sind weltbekannt. Hier wachsen Arabica-Bohnen oft wild oder in traditionellen Mischkulturen – häufig in altbewährten Heirloom-Varietäten.
Die Höhenlage liegt typischerweise zwischen 1.500 und 2.200 Metern – perfekt für langsames Wachstum, Reifung und Aromaentwicklung. Das Ergebnis? Kaffee aus Afrika mit klarer, floraler Säure, feinen Fruchtnoten und einer beeindruckenden Komplexität.
Geschmacksprofile äthiopischer Regionen:
- Yirgacheffe: fein, elegant und klar – florale Noten von Jasmin treffen auf frische Zitrus- und Bergamottennuancen, oft mit hellem Körper.
- Sidamo: fruchtig bis beerig, teilweise würzig, mit komplexer Süße und lebendiger, ausgewogener Säure.
- Harrar / Kaffa: wild und intensiv, geprägt von dunklen, erdigen Aromen und einer tieferen Struktur – ein Geschmack, der an Äthiopiens ursprüngliche Wälder erinnert.
Tansania – Der Zauber des Kilimandscharo
In Tansania gedeihen Kaffeeplantagen auf den vulkanischen Hängen des Mount Kilimanjaro oder in der bergigen Region Mbeya. Die mineralreichen Böden und das gemäßigte Klima sind ideal für Arabica.
Typisch für Kaffee aus Afrika – besonders aus Tansania: ausgewogene Säure, mittlerer bis voller Körper und fruchtige Noten – manchmal tropisch, oft mit schokoladigen und nussigen Facetten.
Mehr Details zu Anbaugebieten, Höhenlagen und den besonderen Bohnen vom Kilimandscharo findest Du in unserem Artikel. „Kaffee aus Tansania – Anbaugebiete & Besonderheiten“.
Kenia – Präzision, Frische, Eleganz
In Kenia profitieren Kaffeeplantagen von Höhenlagen zwischen 1.600 und 2.100 Metern und fruchtbarem, vulkanischem Boden. Regionen wie Nyeri und Kirinyaga gehören zu den bekanntesten Anbaugebieten.
Kaffee aus Kenia ist berühmt für brillante Säure, klare Struktur und intensive Fruchtigkeit – Noten von Johannisbeere, Zitrus, manchmal weinartig. Komplex, lebendig und unverwechselbar. Der Premium-Rohkaffee Kenya AA steht dabei für besonders große Bohnen und höchste Qualität.
Uganda – Heimat des Robusta, Arabica im Aufwind
Uganda ist traditionell bekannt für Robusta-Kaffee: Coffea canephora gedeiht in den feuchten Regionen rund um den Lake Victoria Crescent.
Doch auch Arabica gewinnt an Bedeutung. In höheren Lagen – etwa am Mount Elgon oder in den Rwenzori Mountains – entstehen Bohnen mit komplexem, weicherem Profil, das oft Schokolade, Frucht und eine cremige Textur verbindet.
Robusta aus Uganda liefert kräftige, erdige, schokoladige Noten – perfekt für intensive Espressos oder Mischungen mit vollem Körper. Arabica hingegen überzeugt mit feiner Balance und ausdrucksstarken Aromen.
Klima, Boden, Höhenlage – und ihr Einfluss auf den Geschmack
Was viele Kaffeefans übersehen: Der Geschmack hängt stark davon ab, wo und wie der Kaffee wächst. In Afrika liegen viele Anbaugebiete zwischen 1.200 und 2.200 Metern – das bedeutet langsames Wachstum, verdichtete Zellstruktur und Zeit für die Entwicklung von Zucker und Aromen.
Vulkanische oder mineralreiche Böden – wie am Kilimandscharo oder Mount Elgon – bringen zusätzliche Tiefe ins Geschmacksprofil. Feucht-tropische Mikroklimate, regelmäßiger Regen und große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fördern die Bildung einzigartiger Duft- und Aromastoffe.
In Kombination mit traditionellen Anbaumethoden entstehen Kaffees von unverwechselbarer Komplexität – geprägt von Ort, Boden und Mensch.
Fairtrade & nachhaltiger Kaffeeanbau
Nachhaltigkeit, Fairness und Respekt – für viele früher nur Schlagworte, für afrikanischen Kaffee oft gelebte Realität. Besonders bei kleinen Kooperativen, Gemeinschaften und traditionellen Farmen sind diese Werte fest verankert.
Traditionelle & moderne Anbaumethoden
In vielen Regionen Afrikas bedeutet Kaffeeanbau echte Familienarbeit – keine industriellen Plantagen. Der Anbau erfolgt in Mischkulturen oder als Schattenkultur unter dem Blätterdach von Bananenstauden und Mangobäumen. Das schützt den Boden, bewahrt die Biodiversität, fördert natürliche Schädlingsbekämpfung und sorgt für nachhaltige Ökosysteme.
In solchen Anbauformen – oft handgepflückt und mit viel Sorgfalt gepflegt – entstehen aromatische, hochwertige Bohnen. Kaffee, der mit Liebe zur Natur und Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt produziert wird.
Ein Großteil des afrikanischen Kaffees stammt aus dem Anbau von Kleinstbauern, die auf kleinen Flächen arbeiten und ihr Wissen über Generationen weitergeben. Diese Form des Kaffeeanbaus steht für Qualität, Transparenz und eine enge Verbindung zur Natur. Mehr darüber, warum der Kaffeeanbau durch Kleinstbauern eine zentrale Rolle für nachhaltigen Kaffeegenuss spielt, erfährst Du in unserem Wissensbeitrag zum Kaffeeanbau durch Kleinstbauern.
Fairtrade-Kaffee und Direct Trade
Fairtrade garantiert stabile Preise, faire Arbeitsbedingungen und zusätzliche Prämien für die Farmer – zum Beispiel für Schulen, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur. Für Dich bedeutet das: Mit jeder Tasse Kaffee unterstützt Du Gemeinschaften und soziale Projekte vor Ort.
Neben Fairtrade gewinnt auch Direct Trade an Bedeutung. Hier arbeiten Rösterinnen direkt mit Produzentinnen zusammen, umgehen Zwischenhändler, schaffen Transparenz und ermöglichen faire Preise. Davon profitiert nicht nur der Geschmack – sondern vor allem die Menschen vor Ort.
Wir setzen bewusst auf Fairtrade-Kaffee. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zu sozialer Verantwortung, Nachhaltigkeit und einer gerechten Wertschöpfungskette. Für uns ist Kaffee nicht nur Genuss – sondern auch ein Statement für Fairness.
Bio-Kaffee aus Afrika
Bio-Kaffee steht für Anbau ohne chemische Pestizide oder synthetische Düngemittel. In Afrika setzen viele Kaffeefarmen auf diese traditionelle, naturnahe Landwirtschaft. Das Ergebnis: reiner Geschmack, gesunde Böden und langfristige Erhaltung der natürlichen Umwelt.
Auch wir setzen bewusst auf Bio-Kaffee– für nachhaltigen Genuss und höchste Qualität. Unsere Sorten aus Äthiopien und Tansania stammen aus biologischem Anbau und tragen dazu bei, die Natur und die Menschen vor Ort zu schützen.
Für Dich als Genießer bedeutet das: ein authentisches Aroma, das Herkunft und Menschlichkeit im Geschmack widerspiegelt – Kaffee, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch mit gutem Gewissen genossen werden kann.
Aufbereitungsmethoden – Wie die Bohne ihren Charakter bekommt
Die Reise der Kaffeekirsche endet nicht mit der Ernte – im Gegenteil: Jetzt beginnt der entscheidende Teil, der den Geschmack prägt. In Afrika setzen viele Produzenten auf zwei klassische Methoden:
Natural (sonnengetrocknet) – Intensität pur
Bei der Natural-Methode trocknen die Kaffeekirschen nach der Ernte mit Fruchtfleisch – die Bohne bleibt in der Kirsche. Unter Sonne und bei gleichmäßiger Luftzirkulation reifen die Kirschen langsam, und der Zuckergehalt der Frucht kann in die Bohne übergehen.
Das Ergebnis: intensiver, fruchtiger Kaffee mit kräftigem Körper, oft mit Beerennoten, tropischer Fruchtigkeit oder süßlichem, fast weinartigem Geschmack. Besonders beliebt bei Bohnen aus Regionen mit starkem Frucht- und Terroir-Profil – wie etwa in Tansania in der Region Bukoba, wo wir ausschließlich Natural-Kaffees verarbeiten, sowie bei bestimmten äthiopischen Chargen.
Washed (gewaschen) – Klarheit, Eleganz, Präzision
Bei der Washed-Methode werden die Kirschen entpulpt, die Bohnen fermentiert, gewaschen und anschließend getrocknet. So bleibt der Fokus auf der Bohne selbst – der Einfluss der Frucht ist reduziert.
Das Ergebnis: klar strukturierte Kaffees mit lebendiger Säure und eleganter Aromatik. Ideal, wenn Du eine saubere, präzise Tasse suchst – zum Beispiel mit floralen, zitrischen oder fruchtigen Noten. In Äthiopien arbeiten wir bei Afro Coffee bewusst mit beiden Aufbereitungsarten – Natural und Washed –, um die Vielfalt der Region und ihrer Geschmacksprofile abzubilden.
Einfluss der Aufbereitung auf Geschmack und Charakter
Die gewählte Aufbereitung entscheidet oft mehr über den Charakter des Kaffees als Herkunft oder Sorte allein. Ein Natural-Kaffee aus Yirgacheffe kann völlig anders schmecken als ein Washed Yirgacheffe – je nachdem, wie Frucht- und Bohnenaromen zusammenspielen.
Deshalb lohnt es sich, beim Kauf nicht nur auf Herkunft und Sorte zu achten, sondern auch auf die Aufbereitung – sie beeinflusst, was Du am Ende in der Tasse erlebst.
Geschmack – Warum afrikanischer Kaffee so besonders ist
Warum schmeckt afrikanischer Kaffee oft so anders – so lebendig, komplex, manchmal ein bisschen wild? Der Grund liegt in der perfekten Kombination vieler Faktoren: Klima, Boden, Höhenlage, Aufbereitung und Tradition.
Afrikanischer Kaffee ist wie eine Aromareise: fruchtige Noten von Beeren, Zitrus oder Steinobst; florale Nuancen von Jasmin oder Bergamotte; manchmal würzige oder schokoladige Tiefen – je nach Herkunft und Verarbeitung.
Typische Geschmacksprofile:
- Äthiopien: fruchtig, floral, elegant – Beeren, Zitrus, Jasmin, manchmal würzig oder feingliedrig.
- Tansania: ausgewogen, mittelkräftig bis vollmundig, mit Frucht und manchmal nussiger oder schokoladiger Tiefe.
- Kenia: klar, lebendig, mit Frische und Frucht – Johannisbeeren, Zitrus, manchmal weinartig oder beerig.
- Uganda (Arabica): komplex, oft mit Schokolade, Früchten oder würzigen Noten. Robusta: kräftig, erdig, mit deutlich mehr Körper und Tiefe.
- Ruanda, Burundi & andere Regionen: süßlich, weich, mit roten Früchten, Honig und sanfter Säure – ideal für sanfteren, runden Kaffee.
Das Zusammenspiel aus natürlichem Terroir, sorgfältiger Aufbereitung und traditioneller Pflege macht afrikanischen Kaffee so besonders. Jede Bohne trägt ihre eigene Geschichte – und jede Tasse ist ein Unikat.
Welche Kaffeesorten gibt es in Afrika?
Arabica vs. Robusta - Zwei Welten, ein Kontinent
Afrika ist die Heimat der beiden wichtigsten Kaffeearten der Welt:
- Arabica (Coffea arabica): wächst meist im Hochland, empfindlicher, aromatisch, säurebetont und oft komplex im Geschmack.
- Robusta (Coffea canephora): gedeiht in tieferen, feuchteren Regionen, ist widerstandsfähiger, kräftig, erdig und hat einen höheren Koffeingehalt.
Während Arabica die Basis für Specialty Coffee bildet, sorgt Robusta für wirtschaftliche Stabilität – oft in Mischungen oder für kräftige Espressos.
Beliebteste afrikanische Kaffeesorten in Europa
Afrikanische Kaffeesorten sind in Europa besonders geschätzt, weil sie für verantwortungsvollen Anbau und höchste Qualität stehen. Beliebte Klassiker sind:
- Äthiopien Yirgacheffe – aus Kooperativen, die auf nachhaltige Methoden und faire Arbeitsbedingungen setzen.
- Kenya AA – ein Garant für Spitzenqualität, dank transparenter Prozesse und strenger Auswahl.
- Tansania Kilimandscharo / Mbeya – aus Regionen, die für ökologischen Anbau und soziale Verantwortung bekannt sind.
Diese Kaffees sind nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Statement für bewussten Konsum.
Kaffeekultur in Afrika
Kaffee ist in Afrika weit mehr als ein Wachmacher – er ist ein verbindendes Ritual, ein Teil der sozialen Struktur, ein Symbol für Gemeinschaft, Gastfreundschaft und Kultur.
Die Rolle des Kaffees im Alltag und bei Festen
In vielen Regionen ist Kaffee unverzichtbar bei Familientreffen, Feierlichkeiten oder alltäglichen Begegnungen. Gäste werden mit Kaffee begrüßt, Gespräche entstehen, Gemeinschaft wird gepflegt. Kaffee bedeutet Zeit, Aufmerksamkeit und Wertschätzung – nicht einfach nur einen schnellen Schluck.
In manchen Gemeinden ist Kaffee sogar fester Bestandteil religiöser oder spiritueller Riten – ein Getränk, das verbindet und Gemeinschaft stärkt.
Die äthiopische Kaffeezeremonie
Besonders eindrucksvoll ist die traditionelle Kaffeezeremonie in Äthiopien. Die Bohnen werden frisch geröstet, gemahlen und in einer traditionellen Tonkanne – der Jebena – zubereitet. Der Duft von geröstetem Kaffee erfüllt den Raum, und serviert wird in kleinen, meist unglasierten Tassen.
Die Zeremonie dauert – je nach Region und Tradition – eine Weile und ist weit mehr als nur Kaffee trinken: Sie ist Ausdruck von Gastfreundschaft, Gemeinschaft und Respekt. Ein Ritual, das Generationen verbindet.
Unterschied zwischen Kaffeekultur in Afrika und Europa
In Europa ist Kaffee oft schnell, praktisch, funktional – morgens auf dem Weg zur Arbeit, zwischendurch, nebenher. In Afrika hingegen steht Kaffee für Gemeinschaft, Langsamkeit und Sinnlichkeit.
Hier wird Kaffee nicht einfach konsumiert, sondern bewusst zelebriert – ein Moment der Begegnung, des Gesprächs, der Ruhe. Für viele Afrikaner ist Kaffee ein kulturelles Ritual, ein soziales Symbol, ein Stück Identität.
Welcher Kaffee ist der beste der Welt?
Wenn wir uns fragen, wo der „beste“ Kaffee herkommt, führt für viele Kenner kein Weg an Ostafrika vorbei.
Warum? Weil hier alle Zutaten für außergewöhnlichen Geschmack zusammenkommen: Höhenslagen, ideale Böden, Mikroklimata, traditionelle Anbaumethoden – und eine reiche, lebendige Kaffeekultur.
Äthiopien, Tansania, Kenia, Uganda – jedes Land bringt seine eigene Handschrift mit. Von floralen, delikaten Single Origins über kräftige, erdige Espressos bis hin zu exotisch-fruchtigen Spezialitäten: Ostafrikanischer Kaffee bietet eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht.
In unserem Sortiment findest Du genau diese Vielfalt: von äthiopischen Kaffeebohnen mit feinen, floralen Noten bis hin zu kräftigen, ausgewogenen Röstprofilen aus Tansania. Wer Wert auf Qualität, Vielfalt, Authentizität und bewussten Genuss legt, trifft mit Kaffee aus Afrika eine der spannendsten Entscheidungen weltweit.
Aktuelle Trends & Nachhaltigkeit – Was bewegt den afrikanischen Kaffeemarkt heute
Neben Tradition und Kultur verändert sich der afrikanische Kaffeemarkt stetig – und das aus guten Gründen. Neue Ideen, spannende Kooperationen und innovative Konzepte verbinden Kaffee mit Nachhaltigkeit und fairen Handelsbedingungen.
Rückkehr zu kleinen Farmen, Wildanbau & ursprünglichen Sorten
Immer mehr Röstereien und Kaffeeliebhaber interessieren sich für ursprüngliche, seltene oder lokal angebaute Kaffees – Single Origin, Heirloom-Varianten, wild wachsende Arabica-Stämme aus alten Waldgebieten. Diese Rückbesinnung auf Herkunft, Sortenvielfalt und Biodiversität stärkt die Nachhaltigkeit und würdigt traditionelle Anbaumethoden.
Bewusstsein für Umwelt und Gemeinschaft
Nachhaltigkeit, Biodiversität und faire Bezahlung gewinnen an Bedeutung. Viele Projekte fördern Mischkulturen, Agroforstsysteme, organischen Anbau und den Schutz natürlicher Lebensräume. Kaffee soll nicht nur schmecken – er soll Natur bewahren, Gemeinschaften stärken und Zukunft sichern.
Fazit
Afrikanischer Kaffee ist weit mehr als Bohne und Wasser – er ist Geschichte, Kultur, Nachhaltigkeit und Genuss zugleich. Jede Bohne erzählt ihre eigene Geschichte: von wilden Wäldern in Äthiopien, von Bergen und Vulkanböden in Tansania oder Kenia, von Familien und Kleinfarmern, die mit Hingabe und Respekt arbeiten.
Wenn Du Dich für Kaffee aus Afrika entscheidest, wählst Du nicht nur ein Getränk – Du wählst Verantwortung, Vielfalt und Tiefe. Du unterstützt Gemeinschaften, nachhaltigen Anbau und echte Qualität.
Ob Du den floralen Arabica aus Yirgacheffe liebst, den kräftigen Robusta aus Uganda, den fruchtigen Filterkaffee aus Kenia oder den ausgewogenen Mix aus Tansania – afrikanischer Kaffee bietet für jeden Geschmack ein Erlebnis.
Entdecke die Vielfalt. Genieße bewusst. Und werde Teil einer Welt, in der Kaffee mehr ist als nur ein Getränk.
Kaffee aus Äthiopien - Das Ursprungsland des Kaffees