Excelsa Kaffee – eine seltene Kaffeesorte mit überraschendem Charakter
Wenn Du Dich schon mal gefragt hast: „Was ist Excelsa?“ oder beim Stöbern über Kaffee Excelsa gestolpert bist, bist Du hier genau richtig.
Excelsa Kaffee gilt als Geheimtipp unter Kaffeefans – eine Sorte, die viele noch nie probiert haben – und diejenigen, die sie kennen, selten wieder vergessen.
Während Arabica und Robusta überall zu finden sind, fristet Excelsa eher ein Nischendasein. Genau das macht ihn spannend – vor allem, wenn Du neue Geschmackswelten entdecken möchtest oder Deinen Kaffee bewusster auswählst.
In diesem Beitrag erfährst Du:
- was Excelsa Kaffee eigentlich ist
- woher die Sorte stammt
- wie Excelsa Kaffee schmeckt
- wie er sich von Arabica und Robusta unterscheidet
Was ist Excelsa Kaffee?
Kurz gesagt: Excelsa Kaffee gehört botanisch zur Liberica-Familie.
Im Alltag wird sie aber oft als eigene Kaffeesorte beschrieben, weil sich Geschmack,
Bohnenform und Anbau deutlich vom klassischen Liberica unterscheiden. Wenn Dich
das Thema Liberica generell interessiert, kannst Du in unserem Blogartikel über Liberica Kaffee noch
tiefer einsteigen.
Excelsa ist also weder Arabica noch Robusta, sondern eine dritte, deutlich
seltenere Linie im Kaffeekosmos.
Ein paar Fakten:
- Excelsa macht nur einen winzigen Bruchteil der weltweiten Kaffeeproduktion aus (weniger als 1% der weltweiten Kaffeeproduktion)
- Die Pflanzen wachsen oft höher und widerstandsfähiger als Arabica
- Die Bohnen sind größer und unregelmäßiger geformt – ein bisschen „wild“, aber genau das passt zu ihrem Charakter
Woher stammt Excelsa Kaffee?
Ursprünglich stammt Excelsa – wie viele Kaffees – aus Afrika. Heute liegen die wichtigsten Anbaugebiete allerdings vor allem in Südostasien (z. B. Vietnam, Philippinen, Indonesien) sowie in einigen Regionen Afrikas.
Damit Excelsa gedeiht, braucht es:
- tropisches Klima
- viel Sonne, aber auch genügend Regen
- robuste, widerstandsfähige Pflanzen, die mit wechselnden Bedingungen zurechtkommen
Warum ist Excelsa Kaffee heute so selten?
- Der Markt kennt vor allem Arabica und Robusta – viele Farmer setzen daher auf diese Sorten, die sich leichter verkaufen lassen
- Der Anbau ist aufwendig, da die Bäume sehr groß werden und schwieriger zu bewirtschaften sind
- Excelsa wird vor allem von Kleinbauern angebaut, oft in Mischkulturen und kleineren Parzellen
Für Dich bedeutet das: Wenn Du Excelsa trinkst, hast Du oft Kaffee aus kleinen Strukturen in der Tasse – kein Massenprodukt, sondern eher etwas für Entdecker.
Wie schmeckt Excelsa Kaffee?
Hier wird’s interessant. Wie schmeckt Excelsa Kaffee? – kurz: komplex.
Typische Geschmacksnoten von Excelsa:
- fruchtig – oft mit Anklängen von Beeren oder tropischen Früchten
- leicht säuerlich – eine lebendige, eher frische Säure
- würzig und dunkel – je nach Röstung auch Noten von dunkler Schokolade, Holz oder leicht rauchigen Tönen
- insgesamt: vielschichtig und überraschend
Viele beschreiben Excelsa als Kaffee mit zwei aromatischen
Seiten:
In der Nase oft fruchtig und lebendig, im Geschmack dann überraschend tief und
würzig.
Im Vergleich:
- weniger süß als Arabica
- weniger bitter als Robusta
Deshalb wird Excelsa Kaffee auch häufig in Kaffee-Blends verwendet, um dem Geschmack mehr Tiefe zu geben.
Wenn Du gerne neue Aromen entdeckst, kann Excelsa eine spannende Ergänzung zu klassischen Kaffees sein.
Excelsa vs. Arabica vs. Robusta
Du fragst Dich nach dem Unterschied Excelsa, Arabica und Robusta? Hier eine grobe Orientierung:
Geschmack
- Arabica:
weich, oft süßlich, feine Säure, große Vielfalt – von nussig bis fruchtig - Robusta:
kräftig, erdig, teilweise deutlich bitter, wenig Säure – beliebt für Espresso-Blends - Excelsa:
fruchtig, leicht säuerlich, gleichzeitig würzig-dunkel, komplex und manchmal „unberechenbar“
Koffeingehalt (grob)
- Arabica: eher niedriger Koffeingehalt
- Robusta: deutlich höherer Koffeingehalt
- Excelsa: meist im Bereich von Arabica bis leicht darüber
Verfügbarkeit
- Arabica: überall, vom Supermarkt bis zur Spezialitätenrösterei
- Robusta: in vielen Espressomischungen, oft in kräftigen Blends
- Excelsa: selten, eher in Spezialröstereien oder Online-Shops
Typische Verwendung
- Arabica: Filter, Pour Over, Espresso, Vollautomat – Allrounder
- Robusta: Espressoblends, Mokka, für dicke Crema und Wumms in der Tasse
- Excelsa:
- gerne in Blends, um Frucht & Komplexität einzubringen
- spannend als Single Origin, wenn Du bewusst degustieren willst
Fazit – lohnt sich Excelsa Kaffee?
Wenn Du Mainstream-Kaffee suchst, ist Excelsa wahrscheinlich
nicht Deine erste Wahl.
Wenn Du aber wissen willst, wie vielfältig Kaffee wirklich sein kann, ist Excelsa
eine der spannendsten Stationen auf Deiner Reise.
- Er ist selten, aber genau das macht ihn interessant
- Er bringt eine besondere Aromatik mit: fruchtig, würzig, komplex
- Er ergänzt Arabica und Robusta, statt sie zu ersetzen
Du kannst Excelsa pur probieren oder mit typischen Profilen
vergleichen – etwa einem eher eleganten, dunkleren Blend wie „Dark & Elegant Kaffeebohnen 250g“,
einem milderen Profil wie „Mild & Aromatic Kaffeebohnen 250g“ oder
einem kräftigeren Charakter im Stil „Strong & Earthy Kaffeebohnen 250g“, um zu sehen, wo sich Excelsa geschmacklich für Dich einordnet.
Excelsa ist kein Kaffee für nebenbei – sondern einer, den man am besten bewusst
und neugierig probiert.
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