Verbindungen
Malaika Beshahs Porträt des Wandels
Die Geschichte von Connections begann nicht mit einem einzelnen Funken. Sie entwickelte sich langsam – wie Puzzleteile, die sich nach und nach zusammenfügen: Fragmente von Gedanken, Emotionen und Erinnerungen. Als Malaika Beshah ihre Arbeit erstmals mit uns teilte, fühlte es sich an wie eine offene Frage: Wo gehören wir hin? Was verbindet uns? Was tragen wir weiter?
Malaikas Ausstellung war zugleich intim und weitläufig – eine Reflexion über Identität, Bewegung und die leisen Transformationen, die uns prägen. In Deutschland geboren und heute in Äthiopien ansässig, arbeitet sie an der Schnittstelle von Kulturen und Zeitlinien. Ihre Werke fangen die Spannung von Ankunft und Rückkehr ein, das Gewicht der Erinnerung und die Suche nach Kohärenz in einer fragmentierten Welt.
Jedes Kunstwerk ist physisch und emotional vielschichtig – gefertigt aus Hunderten ineinandergreifender Puzzleteile. Manche sind kräftig, andere verblasst, einige unter Farbschichten verborgen. Jedes Teil zählt. Jedes trägt zu einer größeren Geschichte bei, die sich erst im Ganzen erschließt.
Malaikas Verbindung zu Puzzles begann als stilles Kindheitsritual, das sie mit ihrer Familie teilte. Mit der Zeit wurde daraus ihre visuelle Sprache. In Connections ist das Puzzle nicht länger nur ein Zeitvertreib – es ist eine Landkarte. Ein Zeugnis des Wandels. Eine Metapher für die Komplexität des Dazugehörens.
Der Eröffnungstag war von einer tiefen Stille erfüllt. Besucherinnen verlangsamten ihre Schritte, angezogen von den haptischen Nähten und dem stillen Gewicht jeder Leinwand. Manche verweilten schweigend, andere teilten Geschichten über Migration, Erinnerung und das Finden von Heimat an unerwarteten Orten.
Was am stärksten nachhallte, war die Zartheit. Malaika bietet keine Antworten – sie schafft Raum zum Nachdenken, Erinnern und Fühlen. Ihre Arbeit erinnert uns daran, dass selbst wenn das Leben bruchstückhaft erscheint, es eine Form gibt. Eine Bedeutung. Selbst das kleinste Teil hat seinen Wert.
Wir sind Afro Coffee dankbar für die Unterstützung von Connections und dafür, dass sie uns helfen, unsere Mission fortzusetzen, kreative Stimmen sichtbar zu machen. Diese Ausstellung im Studio 11 ist ein kraftvolles Angebot – eines, das direkt in unsere Zeit spricht.
Von Anfängen und Visionen